Überlegungen

01 Starten Sie mit einem Plan.

Fangen Sie nicht einfach mit einem Website-Relaunch an, weil die alte Site Ihnen nicht  mehr zeitgemäß erscheint. Wenn Sie nur auch ein bisschen planen, zahlt sich das immer aus. Sie  wissen, wo Sie hinwollen, wo den Benutzern der Schuh drückt und was Sie selbst verändern wollen. Alles andere ergibt sich dann fast von allein.

02 Befragen Sie Ihre Besucher

Haben Sie schon mal mit den Menschen gesprochen, die Ihre Website besuchen?
Wenn nicht, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Sehen Sie hinter die Zugriffszahlen, hinter die Klicks. Die machen Menschen mit Bedürfnissen, Ängsten und Ansprüchen. Je besser Sie diese kennen, desto besser wird Ihre Site.

03 Sehen Sie sich um.

Was macht die Konkurrenz? Welche Dinge begeistern Sie hier? Was wollen Sie  vermeiden?  Aber Vorsicht: Sehen Sie alle diese Sachen immer mit den Augen Ihrer  Zielgruppe.  Dieser muss es am Ende gefallen, nicht Ihnen.

04 Definieren Sie Ihre Ziele.

Was genau wollen Sie erreichen? Nur einen neuen Look? Wollen Sie neue Bereiche oder Funktionen einführen? Oder soll sich die Struktur der Site ändern? Welche Ziele sind die wichtigsten, welche sind weniger wichtig? Vermutlich werden Sie nicht alles
schaffen, was Sie gern wollen – das ist normal und nicht schlimm.

05 Lernen Sie von dem, was Sie  haben.

Sehen Sie sich die Zugriffszahlen an. Machen Sie, wenn immer möglich, Usability-  Tests  mit echten Nutzern. Behalten Sie, was gut funktioniert, optimieren Sie, was  nicht  läuft – und streichen Sie, was überflüssig ist. Je mehr Sie streichen, desto  weniger  Arbeit haben Sie. Und desto leichter sind die verbleibenden Sachen zu  finden.

06 Bringen Sie alle  Beteiligten zusammen.

Nur wenn Sie alle so genannten Stakeholder von Anfang an im Boot haben, können  Sie  einen erfolgreichen Relaunch machen. Bringen Sie die Wünsche und Ansprüche  aller  heraus. Fragen Sie sie, wie sie jeweils den Erfolg des Projekts messen wollen.

07 Testen Sie so oft wie  möglich.

Nur wenn Sie mit Nutzern testen, finden Sie heraus, ob Ihre Änderungen wirklich  Verbesserungen  sind. Aus Kostengründen oder aus Fehleinschätzungen heraus  werden  oft keine Usability-Tests gemacht. Je früher Sie testen, desto weniger Arbeit  ist es, Probleme zu
  beheben.

08 Halten Sie die Erwartungen  im Zaum.

Ihre  eigenen und die aller Beteiligten. Ich habe noch keinen Relaunch erlebt, bei  dem  am  Ende alles umgesetzt wurde, was geplant war. Das fällt aber am Ende keinem  Nutzer  auf – und nach dem Relaunch ist ja immer vor dem Relaunch.

09 Behalten Sie den Zeitplan  im Blick.

Inhalte  wie Texte und Bilder sind fast immer zu spät fertig. Dafür sollten Sie von  Anfang  an einen Puffer einbauen. Überlegen Sie, welche Inhalte Sie unbedingt  brauchen  und welche später nachgeliefert werden können. Sorgen Sie auch  dafür,  dass die grundlegenden und unverzichtbaren Sachen zuerst gemacht werden-  und  zwar so, dass man sie direkt verwenden kann.

10 Gehen Sie den Relaunch  gelassen an.

Setzen  Sie sich am Ende nicht zusätzlich unter Druck. Bei den letzten Schritten, dem  Live-Gang,  kann viel schief gehen. Ein unbedachter Knopfdruck kann hier viel Arbeit  zerstören.  Bleiben Sie daher immer gelassen – haben Sie ein zuverlässiges Backup,  dann  können Sie immer entspannt bleiben.